USA und Mexiko
Erfahrungsberichte privat
Krankenversicherung für Auslandsaufenthalte

günstige Auslandskrankenversicherungen für Schüler und Praktikanten

» Kosten kalkulieren

Tornado

      Als Tornado bezeichnet man einen Wirbelsturm, der sich als schlauchartiges Gebilde aus einer Gewitterzelle zur Bodenoberfläche hin entwickelt. 

      Der Durchmesser des Schlauches beträgt 0,1 bis 1 km und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von bis 60 km/h fort, in wenigen Fällen wurden Geschwindigkeiten bis über 90 km/h gemessen. 

      Man unterscheidet in Kategorien F0 (schwach) bis F5 (stark), welches die Stärke (abhängig von Breite und Drehgeschwindigkeit des Rüssels) eines Tornados beschreibt. 

      Die Geschwindigkeit der Drehbewegung des Rüssels (kondensierter Wasserdampf) um seine senkrechte Achse kann bis zu 1000 km/h betragen. 

      Oft wird die F-Kategorie eines Tornados anhand der Schäden eines Tornados geschätzt, da kein Messinstrument den Kräften im Rüssel standhalten kann.

      Tornados können auch auf dem Meer enstehen, es bilden sich dann Wasserhosen. Vergangenen Sommer wurde vor der Insel Usedom eine solche Wasserhose fotografiert. 

      Wasserhose vor Usedom, fotografiert von Oliver Gerull



      In Deutschland vermeidet man inzwischen den verharmlosenden Begriff Windhose und spricht von auftretenden Tornados. Diese können geographisch unabhängig auftreten. 

      In den USA richten Tornados oft verheerende Schäden an, verursacht durch geographisch günstige Verhältnisse (kühle Luft aus Kanada strömt östlich der Rocky Mountains bis in die mittlere USA und trifft dort auf subtropische warme Luftmassen aus dem Golf von Mexiko). 

      Zum besseren Verständnis und der Vorhersage von entstehenden Tornados, ist in den USA das NSSL (National Severe Storms Laboratory) gebildet worden. Besonders unter dem Eindruck der verheerenden Schäden und Todesopfer nach dem Entstehen von 70 Tornados bis Kategorie F5 im Jahr 1999, investierten die USA sehr viel Geld und Forschungsaufwand zur besseren Vorhersage von Tornados. 

      Besonders gefährdet in den USA sind die Staaten in der sog. "Tornadoallee"; Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska.


      "Tornadoallee", betroffene Staaten: Texas, Oklahoma, Kansas, Nebraska, South Dakota, Minnesota


      Wenn die US-Amerikaner auch scheinbar nicht viel fürchten, vor Tornados haben die meisten unheimlichen Respekt, fast jeder im mittleren Westen kennt Tornadoschäden nicht nur aus dem Fernsehen. 

      Das tückische an Tornados ist ihre sehr schwierige Vorhersehbarkeit. Sehr wohl lässt sich anhand der Bildung von sog. Superzellen die wahrscheinliche Entstehung eines Tornados vorhersagen, wo genau und ob es zu einem Touchdown kommt, ist selbst mit modernsten Messmitteln oft nur bis max. 30 Minuten vorhersehbar. Da aber die Verbreitung von Warnungen im Radio gut organisiert und die Bevölkerung in Verhaltensweisen während eines Tornados gut geschult ist, reicht oft die kurze Zeit um Personenschäden zu vermindern. Sachschäden sind nicht zu verhindern, einem Tornado hält nichts stand. Der einzig sichere Ort während eines durchziehenden Tornados sind Keller unter der Erde mit festen Betondecken darüber.

      Bei unmittelbarer Tornadogefahr unterbrechen die Radiosender der betroffenen Region ihr Programm und senden ein lautes Fiepen, die Sirenen im Ort ertönen.

      Unmittelbar vor Auftreten von Tornados tritt eine unheimliche Stille auf, am düsteren Himmel sind in den Gewitterwolken Rotationen um ein Auge herum zu erkennen. Die Wolken drehen sich an diesem Punkt um sich selbst. Immer an der vorderen Front einer Gewitterwolke, es bildet sich der sog. Hook, aus dem ein Schlauch entstehen kann. Im Fernsehen kann man über Radarbilder live die gefährdeten Regionen lokalisieren, bis auf die Countygrenzen genau kann ein möglicher Touchdown vorausgesagt werden.



      Linkempfehlungen:

      Tornados auf Sardinien:

      http://www.naturgewalten.de/tornado2.htm

      Tornados in Deutschland:

      http://www.tornadoliste.de/

      NSSL im Internet:

      http://www.nssl.noaa.gov/