Erfahrungsbericht



    In Italien mit Pferden arbeiten !


    Erfahrungsbericht von Max Frick aus Berlin

    Eindrücke einer Sprachreise

    Dauer: 17.09.2007 bis 28.09.2007.
    Sprache: Englisch
    Ort: 
    Schule: Kaplan Aspect-College (Edinburgh, Schottland)
    Vermittler: carpe-diem-Sprachreisen
    Kosten ohne Unterkunft: 700 Euro (Stand: 2007)
    Anreise:
    Per Bahn über Amsterdam, Antwerpen, Brügge nach Zeebrügge
    Per Schiff ab Zeebrügge (Fährfahrt hin und zurück ohne Auto ca. 170 €)

    Carpe-diem-Sprachreisen in Münster (W.) werben mit ansprechenden Katalogen für verschiedenste Sprachreisen. Die Bedingungen bezüglich Beginn, Dauer und Intensität des Sprachkurses sind selbst auszuwählen und anzumelden. Daraufhin erhielt ich von carpe diem eine Broschüre mit diversen Infos zu Schottland (was ich mir letztlich auswählte) sowie einen Stadtplanausschnitt Edinburghs mit der genauen Örtlichkeit der Sprachschule. 
    Ich habe mich für Edinburgh entschieden, weil ich die Anreisemöglichkeiten per Bahn und Schiff als reizvolle Alternative zum Flugzeug empfand. 
    Edinburgh empfing mich mit verhangenem Himmel, darauf folgten zwei Tage unangenehmer Nieselregen, welcher übers Land fegte. Der kräftige Wind insgesamt sorgte immer wieder für überraschende Sonnenpassagen: überhaupt gestaltete sich der Wetterablauf außerordentlich bewegt. Die letzte Woche (die ich nach dem Sprachkurs anhängte) bescherte wunderschöne ruhige Altweibersommertage.


    Die Schule befindet sich in einem großen Altbau in einer verkehrsreichen Straße. 
    Dieser Umstand veranlasst die Erwähnung einiger Besonderheiten: Die Unterrichtsräume erstrecken sich über drei Stockwerke, zuletzt ist eine steile Treppe zu erklimmen, die so manchen Lehrer den Guten Morgen-Gruß bei Eintritt ins Klassenzimmer mit kaum verhohlener Atemnot vorbringen ließ.
    Die Schule verfügt über einen Computerraum im Dachgeschoss (zu erreichen über die erwähnte Treppe) diverse Unterrichtsräume, Sekretariat, einen Aufenthaltsraum mit Getränkeautomaten im Kellergeschoß (die Einnahme von mitgebrachten Getränken in den Klassenräumen ist strikt untersagt, auch die allgegenwärtigen „coffee to-go“-Becher sind nicht gern gesehen !).
    Sämtliche Fenster im Gebäude sind mit einfacher Verglasung in altersmüden Holzrahmen eingefasst. Zusammen mit dem allgegenwärtigen Verkehrsgeräuschen von draußen lässt die Akustik in den Klassenräumen daher manchmal zu wünschen übrig! 

    Da ich mich für den sogenannten Intensiv-Sprachkurs entschied, hatte ich nach dem Vormittagsunterricht (09.00 bis 12.00 Uhr) noch am Nachmittag 1,5 Stunden Unterricht zusätzlich. Hier wird dann entweder business english, oder (wie in meinem Fall) ein sog. current-affairs-Kurs angeboten (zu deutsch etwa: aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft). Ich hatte besonderen Spaß an unserem Lehrer Alex (Schotte, wie sich an seiner Aussprache erkennen ließ). Der ist 32 Jahre alt und hatte eine ganz angenehme, entspannte Art zu unterrichten. Mir gefiel besonders seine Art zu sprechen. Es konnte vorkommen, dass er mehrere Minuten über etwas sprach (z.B. unterhielten „wir“ uns über die scientology-Sekte, oder über die Umweltpolitik der EU) und kurze Einwände, Gelächter, oder Fragen beantwortete er stets mit aufmerksamen Gegenfragen und vor allem hatte er ein besonders pädagogisches Geschick darin, selbst den akustisch unverständlichsten Redebeitrag mit breitem Einverständnis zu kommentieren (stets ein „yes, absolutely !“ voranschickend). 
    Überhaupt: Trotz der wechselnden Lehrer innerhalb der Zeit schien der Unterricht genau abgestimmt und aufeinander aufbauend organisiert zu sein. Es ist für mich ein Rätsel geblieben, woher die Lehrer ein so fantastisches Namensgedächtnis haben: Man stelle sich vor, jede Woche kommen neue Schüler (die sich in die bestehenden Klassenverbände jeden Montagmorgen neu integrieren) und die kommen aus Ländern, die ihre Kinder mit unaussprechlichen Namen ausstatten. Faszinierend !

    Insgesamt kann ich die Schule weiterempfehlen. 
    10 Tage Sprachkurs (2 Wochen) ist vielleicht eine zu kurze Zeit. Wenn ich wieder so etwas machen sollte, würde ich mir mindestens vier Wochen Zeit nehmen. Oder längere Aufenthalte mit der Option, sich nebenher Geld zu verdienen. Das sind übrigens Angebote seitens der Schule, Jobs nebenher zu vermitteln ! 


    Sprachreisen für Schüler, Studenten und Erwachsene