Italien

          Irland



          Dieser Erfahrungsberichtbericht nach einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt in Irland wird mit freundlicher Genehmigung von Lisanne S., 19 J. alt aus Hannover,veröffentlicht.


          Bericht von Lisanne S.

          Ein Erfahrungsbericht

          Rancharbeit in Irland

          Erfahrungsbericht von Lisanne, 19

          Nach meinem Schulabschluss im Sommer 09 bin ich nach Irland aufgebrochen, um 6 Monate auf einer kleinen Pferderanch zu arbeiten.

          Mit relativ wenigen Erwartungen bin ich schliesslich in einem winzigen Dorf in den Wicklow-Mountains, an der Ostkueste Irlands, angekommen.

          Ich habe in dem Haus der Familie, fuer die ich arbeitete, gewohnt und hatte ein kleines seperates Badezimmer fuer mich.

          Meine Aufgaben bestanden hauptsaechlich darin, mich um die 6 Hunde , 5 Pferde und den Stall zu kuemmern (was grob gesagt fuettern, misten, reiten, longieren, Sattelzeug reinigen und fegen umfaste), Feriengaeste, die zur Englischverbesserung bei uns Reiterferien machten, zu betreuen, das Haus sauber zu halten (saugen, wischen, entstauben, Fenster putzen), manchmal den Tisch zu decken und zu buegeln (ich weiss nicht genau, wieso man Zudecken buegelt, aber mittlerweile bin ich recht gut darin=D).

          Die erste Zeit war nicht besonders angenehm, da ich ein paar Probleme mit ein paar Familienmitgliedern hatte. Nachdem ich mir allerdings angeeignet hatte, was genau wie und wann erwartet wird, wurde es immer besser.

          Nach den ersten drei Monaten begann man, meine Arbeit (8-12 Stunden taeglich, 6 Tage die Woche) zu schaetzen und ich fing an, mich sehr wohl zu fuehlen. Es war ein freundschaftliches Verhaeltnis zwischen mir und meinen Arbeitgebern entstanden, ich habe meinen freien Tag mit neuen Freunden verbracht, (die ich durch die Bemuehungen meiner Arbeitgeber kennen lernte -es waren hauptsaechlich “grooms” von benachbarten/befreundeten Gutsbesitzern) und konnte mich durch die neu angeschafften Fahrraeder immerhin ein bisschen unabhaengig fuehlen.

          Wenn Feriengaeste da waren, bin ich mit ihnen durch die Wicklow-Mountains geritten und habe ihnen die wunderschoene Berglandschaft mit Blick aufs Meer gezeigt. Abends haben wir zusammen mit der Familie gegessen, gesungen und Spass gehabt. Manchmal sind wir mit ihnen zu kleinen Turnieren gefahren, auf denen die Urlaubsmaedchen eine Schleife und ein Kuscheltier fuer eine fehlerfreie Runde auf dem Trainingsparcour ergattern konnten. Ich war fuer das Pferde vorbereiten, verladen und warmreiten zustaendig.

          Nach der Urlaubssaison haben wir die Pferde manchmal auf benachbarten Hoefen trainiert und ich bekam ein paar Springstunden, die jedesmal sehr viel Spass gemacht haben.

          Im Herbst bin ich (wenn nichts anderes zu tun war) mit zu Jagden gefahren, war aber nie ungluecklich darueber, nicht mitzureiten :D.

          Zwischendurch durfte ich einen 2 taegigen Besuch in Deutschland machen, was das schoenste Geburtstagsgeschenk ueberhaupt war (:

          Die letzten 2 Monate vergingen wie im Fluge. Ich habe meine Nachfolgerin eingearbeitet, durfte die letzten 15 Tage in dem kleinen Ferienhaus wohnen und bin schliesslich wieder nach Hause geflogen.

          Alles in allem wuerde ich so einen Aufenthalt jedem empfehlen, der seinen Horizont erweitern moechte und selbstbewusst ist.

          Es war vor allem anstrengend und ich bin ab und zu wirklich an meine Grenzen gestossen. Allerdings habe ich (neben der Englischverbesserung) viel gelernt und bin sehr gluecklich (und Sebastian und Constanze sehr dankbar =) ), diese Erfahrung gemacht haben zu duerfen.

          Ich vermisse die kleine gruene Insel schon jetzt…

          Lisanne

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