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Kultur


        Warum gelten die Deutschen im Ausland als "Böse" ?


        Diesmal ist nicht das dunkle Kapitel der Geschichte und den undankbaren Rollen der Deutschen des bösen Nazis in Hollywoodproduktionen gemeint.

        Nein, es wird hiermit ein interessanter Artikel aus der Zeitschrift "Psychologie Heute" Ausgabe 3 diesen Jahres dankbar für unseren Newsletter aufgegriffen.

        In dem Beitrag über das soziologische Verhalten von Deutschen im Unterschied zum US-Amerikaner, kann man sich als in amerikanischer Kultur erfahren, ein dankbares Aufatmen nicht verkneifen. Weil man nach Ankunft in den USA denkt, hier nur von Heuchlern und Affektierten umgeben zu sein. Der Kulturschock während eines längeren USA-Aufenthaltes kommt ziemlich schnell und erst spät akzeptiert man die penetrante Dauerfreundlichkeit als unüberwindbaren Teil der US- Kultur.

        Doch gelten die Deutschen nicht nur in den USA als die mit dem "death look", auch z.B. in Südafrika, einem Land mit ganz ähnlichem Kommunikationsritual wie in den USA, wird man mit der Frage konfrontiert, warum man als Staatsbürger eines so reichen Landes wie Deutschland nur so böse und sorgenvoll gucken kann.

        Zweifelsohne ergeht es den Deutscnen wie den US-Amerikanern. Denken die Deutschen, wieso grinst der bloß nur so penetrant, denkt der Ami, mein Gott, was guckt der nur so finster.

        In den USA erfolgt die Kontaktaufnahme bei Fremden komplett anders als bei den Deutschen im Sozialverhalten üblich. Durch den Gegensatz ist man erst befremdet.

        Der Amerikaner wird in der Regel sich beim fremden Gegenüber einen kumpelhaften Schulterklopfer nicht verkneifen können, bei Deutschen gilt diese Geste als gönnerhaft und bei Erstkontakten absolut nicht üblich.

        Oft wird man schon auf breiter Front angelächelt, bevor man stehenbleibt, um das eigentliche Begrüßungsritual zu vollziehen. Der Deutsche bemüht sich eher um neutralen, aber freundlichen Gesichtsausdruck. Übertriebenes Lächeln würde er als aufdringlich und unehrlich titulieren. In der Sozialpsychologie wird vom deutschen Anlasslächler und vom amerikanischen Kontaktlächler gesprochen.

        Begegnet man sich in einem Gang, so wird der Ami in weiterer Entfernung nicht reagieren. Erst kurz vor dem unmittelbaren Passieren wird der Gesichtsaudruck sich deutlich aufhellen, es erfolgt ein fröhliches "Hi", oder "How are you" und ohne eine Antwort auf die nicht ernst gemeinte Frage abzuwarten, wird einander passiert und das strahlende Lächeln wie ein Schalter ausgeknipst.

        Ein Deutscher, der die Szene beobachten würde, würde gemäß seiner kulturellen Werte meinen, die haben sich ein wenig affektiert verhalten, oder hier wird irgendwo ein Film gedreht. Die Verunsicherung zu Beginn in den USA, wie man sich demgenüber verhalten soll, ist groß. Weil man doch immer wieder denkt, der meint das jetzt persönlich und will ein Gespräch mit mir. Am Anfang bleibt man auf diese Anrede hin stehen und fühlt sich verpflichtet, ein Gespräch über sein persönliches Befinden zu absolvieren. Jedoch bemerkt man schnell die Verlegenheit des vorbei gegangenen, wie er überrascht ein paar hilflose Sätze stammelt und man begreift, daß hier die Anrede nicht ernst gemeint war und man sich besser einer gewissen Oberflächlichkeit bedienen sollte, um niemanden in Verlegenheit zu bringen.

        Aber das Erstaunliche ist, nach einer gewissen Zeit erkennt man, daß ein Lächeln eines Gegenüber eine gewisse Offenheit und erleichterte Kontaktaufnahme erzeugt. Und deswegen wird es auch Kontaktlächeln genannt. Lediglich der Kontakt soll erleichtert werden, es ist fast als Routinehaft zu bezeichnen, ohne weitere tiefe Bedeutung, nichts darauf einbilden. In Deutschland ist ein penetrantes Lächeln verpönt, es sei denn, man hat tatsächliche starke Symphatie für das Aussehen oder das Gesagte des Gegenübers.

        In Deutschland zurück, wird man von den unfreundlichen Gesichtern der Deutschen fast erschlagen. Beim Einkaufen, Tanken, oft ist überall der Augenkontakt überhaupt nicht erwünscht, ganz im Gegensatz zu den Amerikanern. Die Deutschen begrüßen sich eher ausdruckslos, man schüttelt sich die Hand und schaut bewußt neutral, ein Lächeln gegenüber einem Fremden im Vorbeigehen...ein Unding bei den Deutschen. Bei den US-Amerikanern üblich. Der Deutsche wäre irritiert und würde befürchten, mit seinem Aussehen stimme etwas nicht oder ein verflossener Kontakt wurde gerade unwissentlich passiert.

        Im Fazit wird deutlich, daß sich im Sozialverhalten die Deutschen den US-Amerikanern konträr verhalten. Die Amerikaner scheinen in der Kontaktaufnahme Tabus zu brechen, als Deutscher fühlt man sich befremdet, der Amerikaner ist wiederum irritiert vom Deutschen und denkt, "der kann mich nicht leiden". Denn das deutsche Verhaltensmuster drängt genau das dem Amerikaner auf. Man kann hier keine Ratschläge geben, wie sich verhalten werden sollte. Als Deutscher sollte man sich wenigstens um eine deutlich aufgehellte Gesichtsmiene bemühen, den kumpelhaften Schulterschlag aber weglassen, da dies hier so verkrampft erfolgen würde, daß selbst der so oberflächlich wirkende Amerikaner es merkt.