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Roemheld-Syndrom

       

      Jeder erfahrene Langstreckenflieger mit empfindlichen Gedärmen kennt dieses peinliche Problem.

      Später in großer Höhe treten unangenehme Blähungen im Magen-Darmtrakt auf, die unmittelbare Nähe zum Sitznachbarn und die hübsche Stewardess verbieten einem die vom Körper dringend eingeforderten Maßnahmen zur Lösung des Problems. Auf dem Klo geht es dann nicht und ständig aufstehen will man auch nicht.

      Wie kommt es dazu ? 

      In großer Höhe sinkt der Druck der Atmosphäre. Im Flugzeug wird der Druck künstlich aufrecht erhalten, würde der Kabineninnendruck dem Atmosphärendruck gleich sein, würden die Gefäße platzen.

      Jedoch liegt der Kabineninnendruck deutlich unter dem Druck, der auf Meereshöhe herrscht, er entspricht etwa einem Druck einer Höhe von 2000m über dem Meeresspiegel. Ein auf dem Flughafen aufgepumpter Luftballon würde sich im Flugzeug in 10.000m Höhe um 30% mehr ausdehnen.

      Dasselbe passiert allerdings auch mit unseren Gasen im Verdauungstrakt. Die aufgeblähten Verdauungsorgane drücken auf das Zwerchfell und schieben es nach oben. Über die Lunge wird dann Druck auf das Herz ausgeübt, es kann ein Gefühl der Brustenge entstehen. Das Herz reagiert mit erhöhter Schlagfrequenz, es kommt zu Hitzewallungen, Atemnot, Schwindel und Angstzuständen. Der Internist Ludwig von Roemheld hat dieses Phänomen der Herzbeschwerden genauer beschrieben.

      Ein Teil der Darmgase diffundiert durch die Darmwand in das Blut und wird dann über die Atemluft abgegeben (geruchlos). Ab einer Meereshöhe von 3.500 m/üNN allerdings tritt der umgekehrte Effekt ein: Gase aus dem Blut diffundieren in den Darm, was zusätzlich Blähungen verursacht.



      Nach unten wird der Druck auf die große untere Hohlvene ausgeübt, die ist dafür verantwortlich, Blut aus der unteren Körperhälfte wieder zum Herzen zurückzuführen. Der venöse Abfluss kann verringert werden, das sich stauende Blut neigt zu Gerinnselbildung; Menschen mit Neigung zur Bildung von Thrombosen sind eher gefährdet, im Flugzeug lebensgefährliche Beinthrombosen zu bilden. Mediziner schätzen aber das Risiko der Thrombosebildung indirekt durch Blähungen als eher gering ein.

      Vorbeugend sollte man vor Antritt des Fluges auf blähende Gerichte verzichten, viel Flüssigkeit zu sich nehmen (Wasser, ungesüßten Tee) oder vorbeugende entblähende Medikamente zu sich nehmen. Sitzen Sie außen am Gang, bewegen Sie sich so oft es geht.