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Klima


      Cumulus

      Bildquelle:http://www.top-wetter.de/galerie/gal4/htm/gross27.htm

      Mit freundlicher Genehmigung: Dipl. Meteorologe Björn Beyer


      Der jüngste UN-Klimabericht sagt eine globale Erderwärmung um bis zu 6 Grad Celsius innerhalb diesen Jahrhunderts voraus, wenn wir weiter ungebremst soviel Kohlendioxid erzeugen.
      Ist das wieder Massenhysterie, um die Menschheit wieder erst in Panik versetzen zu müssen, daß Maßnahmen gegen die zweifelsfreie Erderwärmung beschlossen und durchgeführt werden, oder ist es ernst ?

      Um künstliche Erzeugung von Massenhysterie handelt es sich wohl kaum, selbst die so gnadenlose Statistik stellt eine Reihe zunehmender Wetterkapriolen und steigende Temperaturen fest, besonders drastisch ansteigend die letzten 10 Jahre. Gegenüber dem Klimaschutzbericht 2001, treffen die am Bericht beteiligten 600 Forschern deutliche Aussagen mit alarmierenden Voraussagen.

      Wäre es 1987 nicht in einem Abkommen zum Schutz der Ozonschicht gekommen, indem die Produktion von ozonzerstörenden FCKW´s weltweit eingestellt wurde, nachdem der wissenschaftliche Beweis erbracht wurde, daß diese Verbindung Ozon zerstört, hätte der Hautkrebs besonders in den südlichen und nördlichen Breiten der Erde verursacht durch UV-Strahlen der Sonne deutlich zugenommen.

      Ein Experte bringt es auf den Punkt. Was wirklich der weiteren CO2-Produktion und damit der Verstärkung des Treibhauseffektes Einhalt gebieten könnte, ist das Verhalten des Menschen.

      "Weniger Flugzeug, weniger Auto, weniger Fleisch essen." Der Fleischverzehr spielt auf die Methanproduktion in der Landwirtschaft an, Methan erhöht ebenso wie Kohlendioxid den Treibhauseffekt. Methan entsteht beim Zersetzen organischer Stoffe unter Luftabschluss, bedeutende Mengen entstehen in der Rinderproduktion (Verdauung) und im Reisanbau (Nassreis). 

      Simpel ausgedrückt, vermindern die "Treibhausgase" die Abstrahlung der Energie der Sonne nach ihrem Auftreffen auf die Erde zurück in das Weltall. In der Realität ist das erforderlich, sonst würde die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche auf ca.-18 Grad Celsius abkühlen. Hauptsächlich wird durch Wasserdampf in der Atmosphäre eine vollständige und sofortige Reflektion der Sonnenenergie zurück ins Weltall vermindert, so daß sich die Atmosphäre erwärmen kann und die durchschnittliche Temperatur der Erdoberfläche bei +15 Grad Celsius liegt. Doch wie kann man das alles so vorhersagen, woher wissen die wieviel Grad, um wieviel der Meeresspiegel steigt und welche Gegenden der Erde besonders betroffen werden sein ?

      Da gibt es interessante Modelle, an denen sich komplexe Vorgänge simulieren lassen. Voraussetzungen dafür sind ungeheure Datenmengen, die mittlerweile von einer hohen Anzahl von Messstationen auf der Erde und Satelliten im All geliefert werden. Die deutschen Wissenschaftler des Max Planck Institutes waren an den Berechnungen für die Simulationsmodelle und dem Klimabericht maßgeblich beteiligt.



      1. Ökonomen schätzen , wie sich der Energieverbrauch in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich entwickeln wird, wie viele Menschen leben werden, welche Techniken sie nutzen und wieviel Öl und Gas sie dabei verfeuern. Es läßt sich die Menge des entstehenden Kohlendioxides berechnen. Daraus können Kohlenstoff-Kreislauf-Modelle berechnet werden, die unter Berücksichtigung des Verbrauches von Pflanzen und Ozeanen die in der Atmosphäre verbleibenden Kohlendioxidmengen simulieren.
      2. Forscher kalkulieren den Strahlungstransfer durch die Erdatmosphäre; Sonnenlicht dringt durch die Luftschichten, trifft auf die Erde und erwärmt sie. Ein Teil dieser Energie wird nicht ins All zurückgestrahlt, sondern von den Treibhausgasen zurückgehalten. Je mehr Treibhausgase vorhanden, desto stärker erwärmt sich die Erde.
      3. Im Computer erfolgt eine Simulation. Die gut erforschten Vorgänge in der Atmosphäre und den Ozeanen lassen sich mathematisch beschreiben und simulieren. Dazu wird die Erde mit einem gedachten Gitternetz überzogen, über 31 Luftschichten entstehen 571.392 Gitterpunkte, wobei an jedem Gitterpunkt acht mathematische Gleichungen Temperatur, Wind und Wasser-/ Eisgehalt beschreiben. Ähnlicher Aufwand wird für den Ozean betrieben.

      Die Vorgänge und Einflüsse auf die Erderwärmung sind extrem komplex, alle Ergebnisse aus diesen Berechnungen bleiben deswegen Wahrscheinlichkeitsaussagen. Wie komplex das ist, macht folgendes Beispiel deutlich:

      Höhere Temperaturen lassen das Eis schmelzen. Die Eisfläche des Globuses verringert sich. Eigentlich wirkt das der Erderwärmung entgegen, denn die weiße Fläche des Eises strahlt bis zu 70% der Sonnenstrahlung zurück, die dunkle Fläche des Wassers nur 10%. Theoretisch erwärmt sich das Wasser weiter und es schmilzt weiteres Eis. Jedoch verdunsten größere Wassermengen, der entstehende Wasserdampf erhöht aber in der Atmosphäre den natürlichen Treibhauseffekt. Eine wärmere Atmosphäre kann mehr Wasserdampf speichern.

      Der Klimareport sagt eine Erderwärmung von 1-6 Grad Celsius voraus. Das hat zur Auswirkung, daß der Meeresspiegel bis Ende dieses Jahrhunderts um 20 bis 60 Zentimeter ansteigt. Dabei ist ein Zerfall des Kontinentaleises in Grönland und der Antarktis nicht einkalkuliert. Dieser Prozess ist zu beobachten, jedoch erst seit kürzerem Zeitraum, daher wurde das noch nicht in den aktuellen Berechnungen einbezogen. Wird aber das Abschmelzen der großen Eisflächen und das Zurückgehen der Gletscher sich in der selben Geschwindigkeit fortführen wie in den letzten Jahren beobachtet, würde der Meeresspiegel erheblich stärker steigen.

      Über die Auswirkungen der Erderwärmungen auf bestimmte Regionen der Erde streiten sich die Wissenschaftler. Sicher ist, daß eine Erderwärmung empfindliche Ökosysteme wie z.B. die Antarktis stärker treffen wird, als z.B. Europa. Die Antarktis stellt für die Erde einen wichtigen Klimaregulator dar. Sicher ist, daß Wüsten sich weiter ausbreiten werden, z.B. die Sahelzone in Afrika. In den Regionen wird es zu Trinkwassermangel kommen, Dürren werden sich ausbreiten. In der Folge werden Menschen in andere Regionen abwandern, was zu Unruhen und Bürgerkriegen führen kann. Wetterextreme werden zunehmen, besonders im äquatorialen Bereich Überschwemmungen und damit verbundene Erdrutsche.

      Die Aussagen über die Veränderungen im europäischen Raum sind unterschiedlich. Einige Forscher meinen, ein Abschwächen der Intensität des Golfstromes zu beobachten, in der Folge würden die Wetterlagen in Mitteleuropa extremer werden (heiße Sommer, feuchte Winter), andere Forscher meinen, Europas Klima wird zweigeteilt, ein kühler feuchter Norden und extrem trockener Süden.

      Veränderungen in der Fauna und Flora sind heute schon zu beobachten. Vegetation aus dem Mittelmeer kann man mittlerweile auch schon in Süddeutschland finden, bestimmte Vogelarten verlassen Deutschland im Winter nicht mehr, obwohl es sich eigentlich um Zugvögel handelt.

      Umweltpolitiker, die sich natürlich auf die Forscher in ihren politischen Forderungen berufen, meinen, es bleibt ein Zeitfenster von 10-15 Jahren, um umzusteueren. Problematisch ist der "lange Bremsweg des Klimas", wie es der deutsche Umweltminister anschaulich formuliert hat. Was wir heute richtig machen, wird erst in etwa 30 Jahren spürbar sein. Als Beispiel tummeln sich heute noch FCKWs in oberen Atmosphährenschichten, die Anfang der 80er Jahre aus Kühlschränken entwichen, so daß man erst in 10 Jahren eventuell einen Rückgang und Regenerierung der Ozonschicht feststellen kann, obwohl seit 15 Jahren keine ozonschädlichen FCKWs mehr produziert werden, weltweit.

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