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      Warum sich Bush plötzlich für die Eisbären interessiert


      Für viele mag es ein Widerspruch sein. Ist doch die USA als zweifelsfrei einer der größten Kohlendioxidproduzenten kein Unterzeichner des Kyotoprotokolles, in dem u.a. sich 35 Industrienationen vertraglich verpflichtet haben, ihre Treibhausemmissionen bis 2012 um 5% im Vergleich zum Jahr 1990 zu verringern.

      Wieso bietet sich plötzlich dieses Land unter der politischen Verantwortung von George Bush als Retter der Eisbären an ?

      ...

      Der Eisbär ist als Bewohner der arktischen Regionen perfekt an deren Umwelt angepasst. Problemlos trotzt er Temperaturen bis -60 Grad Celsius, schwimmt im Wasser um den Gefrierpunkt auf Strecken bis 60 km mit 4 km/h, kann monatelang hungern.

      Die äußeren Haare seines Fells sind innen hohl und bieten somit perfekten Isolationsschutz. Zwischen den Zehen seiner Vordertatze besitzt er Schwimmhäute.

      In umfangreichen Untersuchungen haben Wissenschaftler festgestellt, daß Eisbären weniger Nachwuchs bekommen, in bestimmten Regionen mit dramatisch schwindenden Polareis im schlechten Ernährungszustand sind und insgesamt dadurch schneller Krankheiten erliegen. Kannibalismus ist bei Eisbären nicht ungewöhnlich, ältere männliche Bären verschmähen Jünglinge nicht, jedoch der Überfall einer Gruppe von männlichen Eisbären auf eine Bärin mit Kalb beobachtet im nördlichen Kanada gilt als extrem ungewöhnlich. Die Bärin wurde von ihren männlichen Artgenossen getötet und verzehrt, das Kalb entkam und wurde nicht verfolgt. Ein Beweis für die Wissenschaftler, daß es die Angreifer auf die Bärin abgesehen hatten. Der Vorfall ereignete sich in einer Region, in der ein starkes Schmelzen von Packeis zu verzeichnen war.

      Die Auswirkungen der globalen Erderwärmung mit schnell schmelzenden Polkappen hat direkt Auswirkungen auf das Leben der Eisbären. Dazu kurz wichtige Abschnitte im Leben des Eisbären, um das zu verstehen.


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      Ein Eisbärenjunges ist bis zu zwei Jahre auf seine Mutter angewiesen, bevor es von dieser verlassen wird. Eisbären sind Einzelgänger und verbringen den Winter auf dem Packeis. Sie ernähren sich hier hauptsächlich von Robben. Meist hocken sie vor deren Atemlöchern stundenlang und erlegen die Robben beim Atem holen. Oft aber ist nur jeder zehnte Angriff erfolgreich. Dazu bedienen sich Eisbären verschiedener Techniken, je nachdem welche Technik ihre Mutter ihnen beigebracht hat. Zum Sommer hin verlassen die Eisbären das schwindende Packeis zur Paarungszeit auf das Festland.

      Der Eisbär ist auf das Packeis angewiesen, schmilzt das Eis früher als sonst, hat der Bär nicht genügend Zeit, um sich notwendige Fettreserven anzufressen. Bei weiblichen Eisbären hängt eine erfolgreiche Trächtigkeit vom Ernährungszustand ab. Die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter kann bis zu drei Monaten nach der Paarung dauern, abhängig vom körperlichen Zustand der Mutter. Diese bringt ihre Jungen in einer selbstgegrabenen Höhle zur Welt, monatelang nimmt sie keine Nahrung zu sich. Eine schlecht ernährte Eisbären wird nicht trächtig, da sie sonst während ihres Aufenthaltes in der Höhle verhungern würde.

      Das vorzeitige Schmelzen des Packeises und die geringere Anzahl von Eisschollen wird dem Eisbären somit zum Verhängnis. Eine Vielzahl von Eisbären ertrinkt während ihrer Rückkehr zum Festland, da die Entfernungen zwischen den Eisschollen zu groß sind, diese Tatsache musste von Wissenschaftlern aus Hubschraubern beobachtet werden.

      Somit spürt der Eisbär als eine Tierart die direkten Auswirkungen der Erderwärmung. Der Bestand wird auf 25.000 Exemplare geschätzt, innerhalb des letzten Jahrzehntes ist der Bestand von Kanada um 20% gesunken, daneben hohe Jungensterblichkeit wegen schlechtem Ernährungszustand der Mutter.

      ...

      Der Bestand an Eisbären im US-Bundesstaat Alaska beträgt 4700 Tiere, damit etwa ein Fünftel des Gesamtbestandes. Ein triftiger Grund der US-Regierung, den Eisbären auf die Liste der bedrohten Tierarten setzen zu lassen. Die internationale Liste für bedrohte Tierarten wird vom IUCN (International Union for Conservation of Nature and natural Resources) geführt. Eine Tierart gilt im Fortbestand als bedroht, wenn ihre Populationsgröße nicht mehr ausreicht, um den Fortbestand der Art zu sichern. Da das voraussichtlich für den Eisbären in etwa 40 Jahren zutrifft, gibt es das Bestreben, ihn in diese Liste aufzunehmen. Dadurch rückt er zum einen mehr in das Bewusstsein der Menschen, zum anderen wird in internationale Forschungsprojekte investiert, um die Lebensweise des Eisbären zu verstehen; eine wichtige Voraussetzung um die Art dann im Fortlauf auch aktiv mit Projekten schützen zu können.

      Die weitere Hoffnung liegt darin, daß dann die US-Regierung per Gesetz verpflichtet ist, alles zur Rettung des Lebensraumes für Eisbären zu tun. Somit auch grundsätzlich Maßnahmen zu ergreifen, die die globale Erderwärmung stoppen können.

      Aber wieso unterschreibt Bush nicht das Kyotoprotokoll, treibt aber den Schutz des Eisbären als Opfer der Klimaerwärmung voran ? Also praktisch eine Symptombekämpfung ? Vermutlich muss man dazu die amerikanische Kultur verstehen. Viele US-Amerikaner sehen sich noch als Mittelpunkt aller Nationen. Eine Nichtunterzeichnung des Kyotoprotokolles durch die USA bedeutet somit eine geringe Wahrnehmung der Inhalte des Protokolles durch die US-amerikanische Öffentlichkeit, die Ergebnisse des Protokolles können nicht so bedeutend für den Fortbestand der Menschheit sein.

      Doch nun steht die Erderwärmung plötzlich im Mittelpunkt der Politik, alle Parteien entdecken plötzlich ihr schon immer schlummerndes Interesse für Umweltpolitik und erheben den alleinigen Anspruch auf Vollkommenheit in der Umsetzung zur Verminderung einer unabwendbaren Veränderung in den nächsten Jahrzehnten.

      Aber im Nachhinein das Kyotoprotokoll zu unterschreiben, wäre ein Kniefall vor dem Druck anderer Nationen, eine Entwürdigung der eigenen Politik. Bush wählt den Eisbären, weil er in der amerikanischen Psyche als Maskottchen verankert ist. Mindestens jedes zweite US-amerikanische Kind besitzt einen knuffigen Eisbärenteddy, seine weiße Fellfarbe steht für die Unschuld, Coca Cola bedient sich seiner in der Winterszeit als Maskottchen. Über diese Tierart wird das Thema globale Erderwärmung in das Bewusstsein der US-Amerikaner gebracht, und unbedingt notwendige Maßnahmen über das Niveau des Freiwilligen hinaus deutlich gemacht.

      Sollte man auch Bush für diese merkwürdige Doppelmoral schelten, nur so verstehen die Amis die Problematik, erhalten ein Bewusstsein dafür. Alleine die Tatsache, daß der im Umgang mit der Umwelt nicht zimperliche Ami über den Eisbären die Kurve zum Bewusstsein für die übermässige Kohlendioxidfreisetzung erhält, dafür sollte die endgültige Entscheidung, den Eisbären in die rote Liste der bedrohten Tierarten aufzunehmen, allemal reichen.

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