Dubai

       

     

     

      Reisebericht Dubai 2006

      Bericht von Ray Kunzmann

      (einen Link zum Reisebericht 2007 finden Sie am Ende des Berichtes)

      Liebe Kunst – und Reisefreunde,

      hier also wie versprochen mein Reisebericht über meine künstlerischen Aktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

      Landung 31. 1. 06 in Dresden und auf der Heimfahrt gleich in die Radarfalle, na muss wohl so sein in Deutschland.

      Mein erster diesjähriger Aufenthalt in den UAE ist zu Ende und der zweite beginnt in wenigen Wochen.

      Und so möchte ich Euch einige Hintergrundinformationen über Kunst in den UAE mitteilen.

      Aber erst einmal bin ich nach fast 4 Wochen froh keinen Sand mehr in den Schuhen zu haben und einen ordentlichen deutschen Winter zu erleben.

      Malerei und Bildhauerei sind in der islamischen Welt kaum verbreitet und wenig bedeutend. Wichtig und vielbeachtet ist hier die Dekorationskunst mit ihren reichhaltigen Ornamenten. Florahle Motive wechseln sich mit geometrischen Darstellungen ab oder sind mit diesen in unzähligen Farianteen miteinander verschlungen.

      Die Darstellung Allahs und des menschlichen Körpers ist im Islam eigentlich verboten, weil nur Allah die Schöpfung von Mensch und Tier vorbehalten ist.

      Aber diese Äußerung geht auf Mohamed zurück und wird in den UAE, dem liberalstes islamisches Land, nur wenig beachtet.

       

      1. Bürogebäude der Freezon (Gewerbegebiet) in Ajman
      2. Palast des Scheichs von Sharjah
      3. Vor unserem Büro – Werkstadtgebäude im Hafen der Freezon Ajman
      4. Präsentation des Ersten Präsidentenporträts aus 375000 farbigen Steinen, von Präsident Scheich Khalyfa bin Zayed al Nahyan, in der Freezon Sharjah

       

      Die Kunst des schönen Schreibens, der Kalligraphie, war und ist hoch geschätzt. Arabische Schriftzüge werden in Tausenden Möglichkeiten in Ornamente und Florahle Dekorationen mit eingeflochten. So gibt es 1200 unterschiedliche künstlerische Darstellungsformen des Wortes Allah die dokumentiert sind.

      Neben der Kalligraphie und dem Ornament ist die Arabeske das dritte und zugleich letzte wichtige künstlerische Symbol im traditionellem Islam.

      Seltsamerweise ist die Kunst des Teppichwebens kaum noch vorhanden und wird eher im Persischem Raum und Indien betrieben und nur in die UAE eingeführt. Nichts desto trotz sind die Teppichbasare die zumeist von iranischen und Irakischen Händlern betrieben werden eine Augenweide.

       

       

      1. Arabische Dhau ein Bestandteil des Nationalmuseums von Sharjah im angrenzenden Hafen. Noch heute fährt man mit derartigen Schiffen nach Indien und China. Das allerdings mit Motorkraft.
      2. Ein kleines bisschen Luxus in den Vorstätten von Dubai. In jeder zweiten Palme hängen Sattelitenanlagen.
      3. Eingangsportal des Ajman Nationalmuseums. Ds alte Fort war bis 1981 Residenz Scheichs Rashid al Nuaimi. Der Eintrittspreis für die hervorragend restaurierte Anlage beträgt 2 Dhiram, also ca. 45 Cent.
      4. Auch wenn es in den Vorstätten von Dubai und abgelegenen Winkeln der 7 Hauptstätte der Vereinigten Arabischen Emirate nicht gerade sauber und vertrauenerweckend aussieht gibt es hier keine Kriminalität und ein jeder, ob Araber, Christ, Hindu oder was weis ich kann sich Tag und Nacht ohne Angst bewegen.

       

      Moderne zeitgenössische Kunst findet man ausschließlich in modernen ausländischen Galerien die meist ihren Hauptsitz in Amerika oder Europa haben. Außerarabische Landschaftsdarstellungen, Aquarellmalerei und Holzbildhauerei findet man wenig in derartigen Galerien.

      In der Kunstmetropole Sharjah besuchte ich das größte Kunstmuseum im Arabischen Raum. An dieses ist ein Künstlerhof angeschlossen wo sich Künstler aus aller Welt bewerben können um hier für 3 - 12 Monate ein Atelier nebst Wohnraum zu belegen.

      Zum Zeitpunkt meines Besuches waren aber nur 50 % der Ateliers nicht belegt. So wie ich erfahren habe, aus Mangel an Bewerbern (???) Nach meiner Meinung ist es aber das Auswahlverfahren der Künstler. Denn wie gesagt nur die oben genannten Kunstrichtungen werden gefördert und beachtet.

      Ich meine damit, wenn sich z.B. ein Bayrischer Künstler hier bewirbt um wunderschöne Alpenlandschaften zu malen, so wird er abgelehnt. Zum einem weil eine Alpenlandschaft in den UAE niemand interessiert und kauft. Zum anderem weil gewährleistet sein muss das der Künstler sich in der Zeit seines Aufenthaltes auch von seiner Kunst ernährt und Kurse abhält.

      Wer sich von Euch dennoch bewerben möchte dem gebe ich gerne die Adresse. Die Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis kostet knapp 1000 Euro und ist 3 Jahre gültig.

      Das beste ist aber einen einheimischen Partner zu suchen der sich mit der Gesetzeslage in den UAE auskennt und Euch hilft. Aber Vorsicht es gibt viele Betrüger und Geldhaie. Und so musste auch ich Lehrgeld bezahlen und habe mich von einem meiner Geschäftsparten getrennt als diese mit 6 meiner neuesten Bilder 2 Tage verschwunden war. Ja ich hatte auch 2 - 3 Tage hinter mir die wie in einem Krimi abgelaufen waren. Nur durch meine neuen Kontakte zu einem Innenarchitekten und dessen Kontakte zur Botschaft gelang es uns durch fingierte Anzeigen bei der Botschaft meine Bilder zurück zu bekommen. Es folgte Entzug der Arbeitserlaubnis. Ja da stand ich nun. Ich war in die Emirate gekommen um kleine Kunstwerke in große umzusetzen und hatte kaum Ansprechpartner, aber ich suchte die Herausforderung. Meinen Hauptansprechparten gab es also nicht mehr und die Bosse der Architektengruppe hatten leider mehr zu tun als sich mit mir kleinem Licht zu beschäftigen.

      Zum Glück hatte ich in den ersten Tagen meines Aufenthaltes, bei der Präsentation des in Auftrag gegebenen Präsidentenporträts von Scheich Khalifa bin Zayed Sultan Al Nahyan, in der Freihandelszone Sharjah einen Innenarchitekten kennen gelernt bei dem ich mich einmieten konnte. Nein Einmieten ist das falsche Wort, ich bekam kostenlos in einer Werkhalle der Freizone Ajman einen abschließbaren Raum in dem ich beginnen konnte die per Mail angebotenen Kunstwerke auszuarbeiten, eben wie es für die geplante Hotelgestaltung geplant war. Aber oh Schrek las nach. Der Auftrag zu der Hotelausgestaltung war auch nur getürkt um mich in die Emirate zu bekommen um Details über meine Technologie heraus zu finden. Das war ja der Punkt bei dem mir bereits vorher in Mails und am Telefon, bereits in Deutschland Löcher in den Bauch gefragt wurden. Aber nun hatte ich doch ein einziges mal im Leben Glück und auf meinem neuem Bekannten war mehr Verlass.

      Kein Mensch in den Emiraten hatte bisher Mosaike aus derart kleinen ( nur 2 mm großen ) Steinchen gesehen und alle waren gespannt wie derartige Kunst- und Dekorationsstücke entstehen. Ich brauchte nur zu sagen was ich an Material brauchte und ich bekam Steingranulate, die unterschiedlichsten Kleber, Zement und Kalk, unterschiedliche Sande und Muscheln aus allen Landesteilen eben alles was ich eben so für meine Kunstwerke brauchte.

      Ja und das eben einfach so kostenlos. Nach einigen Tagen wurde mir sogar ein indischer Helfer an die Seite gestellt der nur für mich unterwegs war, Material besorgte Trägerplatten zuschneiden und mir eben zur Hand ging. Er konnte nicht viel besser englisch als ich und ich glaube das wir beide dadurch ein paar Worte mehr lernen konnten. Einmal als das Farbpigment von Kobaltblau ausgegangen war führ dieser einfach mit seinem privatem, klapprigen Auto 180 km nach Abu Dhabi zu einem Bekannten des Innenarchitekten der ein Händler von Farbpigmenten ist.

      Wie sich wie gesagt erst viel später heraus stellte wolle die Firmengruppe meines Ex Geschäftspartner lediglich meine Rezepturen zum färben von Gestein an sich bringen.

      Aber was sollte ich nun im Detail anfangen? Mein deutsch sprechender Geschäftspartner war weg und ich musste mich also mit wenig englisch selbst auf die Suche nach interessierten Galerien bzw. Kunden machen. Ich fand von heut auf morgen Interessenten  und so ging ich also auf Tour um meine Bilder zu verkaufen. Keine Kenntnisse von Arabisch und mein Englisch auch nicht viel besser. Aber der Innenarchitekt hielt zur Stange und ich habe gemerkt das ein Handschlag bei solchen Leuten mehr Wert ist als ein Vertrag mit drei Unterschriften in Deutschland. Nun viel aber mein Arbeitsurlaub aber gerade in die Staatstrauertage weil der Scheich von Sharjah

      ( Scheich Maktoum ) gestorben war und so hatten viele öffentliche Einrichtungen und Staatstellen geschlossen und so waren auch meine Vorstellungstermine gestorben.

      Dhauhafen von Sharjah

       

      Im Dhauhafen von Sharjah. Von hier aus fahren die alten klapprigen Schiffe in den gesamten Persischen Golf nach Indien und China.

       

         1.       Der Hurap Tower zählt heute bereits zu den Oldis unter den zahlreichen  

              monumentalen Gebäuden in Jumeira (Dubai)

      1. Glänzende Fassade mit verspiegelnden Gläsern findet man hauptsächlich in Dubai und Abu Dhabi. Die anderen 5 Emirate haben hier noch viel Nachholbedarf.
      2. Unsere Geschäftstreffen in den Emirates Towers waren ein Erlebnis für sich auf das ich hier noch eingehen werde.
      3. Der Trade Tower gegenüber der Emirates Tower in Jumeira ( Dubai ) wurd nach amerikanischem Vorbild gebaut

      Aber ich habe verkauft......und das wie nie zuvor in meinem Leben in Deutschland.                                                          

      Geschäftsleute gab es wo man nur hin sieht und Hotelbaustellen auch. Fragen kostete nichts so habe ich weitere Kunden geworben und bin sogar an einen neuen Kontakt gekommen wo wirklich Hotel ausdekoriert werden soll.

      Meine Geschäftstreffen im Emiraes Towers waren auch so ein Erlebnis für sich. Findet Euch mal zurecht in nen Hochhaus mit 13 Aufzügen. Aber so ne Einladung ist wichtig und so hab ich mit Händen, Füßen und Zeichensprache den richtigen Weg gefunden. Auch hier bekam ich wichtige Informationen von einer Schweizer Geschäftsfrau die seit Jahren für eine Arabische Firma tätig ist.

      Aber, liebe Kunstfreunde ....... was ich getan habe war sozusagen Schwarzarbeit und das wird in den UAE streng geahndet und ich empfehle es nicht zur Nachahmung. Aber was soll’s ich war da und hatte 2 Jahre darauf hin gearbeitet. Mappen voller Entwürfe wollten umgesetzt werden. Und so fertigte ich tagsüber Bilder die ich nachts in einer Mall in Dubai verkaufte. Na ja so viele waren es auch nicht aber 12 Stück in 3 Wochen zu Preisen die ich in Deutschland nie erreicht hätte. Aber sich so einfach da hin begeben und auf nen Stand was anbieten ist nicht so einfach. Hätte ich niemanden gehabt der die Landessprache spricht hätte ich das nie geschafft. Und die Qualität muss natürlich auch stimmen.

      Meine kleine gemietete Wohnung am Rande der Freihandelszone von Ajman (Nachbaremirat von Sharjah) sah nach 3 Wochen aus wie mein heimisches Atelier in der hintersten Laborecke da mir meine Frau bei den Arbeiten behilflich war aber lieber zu Haus arbeitete und nicht in der unwirtlichen Werkhalle ohne Klimaanlage.

      Aber die Wohnung war im Voraus bezahlt, meine Adresse in Deutschland  kannte niemand, meinen Ex Geschäftspartner der die teilmöblierte Wohnung zum Teil bezahlt und auf seinen Namen gemietet hatte, gab es nicht mehr und so war es mir eigentlich egal. Einen Tag vor der Abreise hab ich den Hausmeister 50 Diram in die Hand gedrückt damit er da etwas sauber macht. Ha, der hat sich gefreut wie ein König und sich vielmals für den Zu Verdienst bedankt. Das war übrigens auch ein prima Kerl, sehr freundlich und erkonnte sogar ein paar Worte Deutsch. Immer abends wenn ich aus der Werkhalle kam die man übrigens von unserer Wohnung aus sehen konnte wartete er schon und fragte mich „hello german mann heute schöne tag gehabt“.

       

       

      1. Am gegenüberliegenden Ufer des Dhauhafens werden Ölbohrinseln gewartet
      2. Skyline von Jumeira

       

      Übrigens spielt sich ein Großteil des Geschäftslebens Nachts ab. Mann trifft sich zu einem Essen und ner Wasserpfeife, spricht über dies und das, tauscht ein – zwei Stunde Höflichkeitsfloskeln aus, und wenn Du überzeugend bist bekommst Du ein Angebot. Das steht nicht länger als 10 Minuten, nun musst Du ja oder nein sagen. Ja so schnell geht das, aber wie gesagt ich habe 2 Jahre darauf zu gearbeitet um erst mal so weit zu kommen. Übrigens in den entscheidenden 10 min werden auch Entscheidungen getroffen ob ein z.B. ein Hotel 10 Etagen höher gebaut wird und 5 Mil. Teurer wird oder nicht.

       

      Zu großen und guten Galerien möchte ich Euch noch sagen das sich diese in den UAE in den sogenannten Malls befinden. Das sind mehrstöckige pompöse Einkaufszentren in denen alles was nach Gold aussieht auch Gold ist. Diese sind so von 10 Uhr mittags bis 2 – 3 Uhr nachts geöffnet.

      In den UAE ist nämlich das Einkaufen ein Freizeitvergnügen und somit sind eben die Galerien in den Einkaufszentren platziert. Aber keine Angst diese Zentren haben nicht den Standart unserer Plus und Aldimärkte, obwohl sich auch ein derartiger Billigmarkt in derartigen Zentren befindet.

      Hier kann man übrigens alles kaufen was ein gerade in den Sinn kommt. Sei es ein paar Rasierklingen für einen Euro oder ein Golf der mit Klimaanlage und Alufelgen nur 25000 Euro kostet. Deutsche Autos sind übrigens Ladenhüter in den UAE.

      Als Künstler kann man sich auch direkt an ein derartiges Einkaufszentrum wenden und zu günstigen Bedingungen in den riesigen Marmorfluren und unter Glaskuppeln zwischen, z. B. einem Dior - Geschäft und dem Büro der Lufthansa seine Bilder auf einem Stand anbieten. Bedingung ist aber das auch vor Ort gearbeitet wird. So ein Stand, der übrigens mitzubringen ist, kostet bei etwa 5 m² Grundfläche so 200 Euro im Monat. Es ist aber alles Verhandlungssache. Ich hab das mal versucht, aber der Trubel, Gerangel und Lautstärke ist Wahnsinn. Ich brauch meine Ruhe beim Arbeiten.

      Über Preise könnte ich ein extra Kapitel schreiben damit Ihr wist wie wir in unserem geliebten Deutschland beschissen werden. Eines möchte ich dazu aber noch los werden einfach alles ist billiger als in Deutschland selbst Sachen die aus Deutschland kommen. Warum ? Ganz einfach ! Es gibt KEINERLEI Steuern in den UAE und auch keinen Einfuhrzoll. Ich bin mit meiner Frau ganz normal im Supermarkt einkaufen gewesen und wir haben nicht mehr als 300 € für unseren Lebensunterhalt im Monat verbraucht.

       

      Galerien in Geschäfts oder Hotelstraßen gibt es kaum. ganz einfach aus dem Grund weil es keine Parkplätze gibt und hier niemand zu Fuß geht und deswegen gibt es selbst in Dubai kaum Fußgängerübergänge. Es gibt wenige Ausnahmen in den Vorstätten von Dubai, Sarjah und Abu Dhabi und eine einzige Galerie in einem Hotel in Dubai, aber das sind kleine Galerien von Einheimischen die Volkskunst aus Indien, China und Persien (Iran, Irak) anbieten.

       

      Was ich an Islamischer, Amerikanischer und Europäischer Kunst auf dieser Reise gesehen habe möchte ich hiermit als erstklassig bezeichnen und ich war froh dabei sein zu dürfen (auf meine Weise)

      Noch dazu weil ich nirgends etwas ähnliches gesehen habe wie ich es mache. Gut eine kleine Ausnahme war ein Inder der in einer Einkaufsstraße Flaschen mit farbigen Sand füllte und somit Bilder in Flaschen kreierte.

      Einzig und allein zähl hier, das es gefällt was ein Künstler anzubieten hat und das er die richtige Galerie wählt in die seine Sachen passen. Ich konnte es mir zu Nutzen machen, das ich seit Jahren für Innenarchitekten gearbeitet habe und mich mit Kundenwünschen auskenne. So hatte ich mich eben wieder einmal angepasst aber das war ja die Herausforderung die ich suchte und in Deutschland nicht gefunden habe.

      Leider habe ich keine Galerie gefunden die mich auf Dauer vertreten konnte. Immer wenn das Gespräch dahin ging das ich nur noch wenige Wochen in den Emiraten bin sagte man mir ich brauche eine Kontaktperson in den Emiraten die den ständigen Kontakt zur Galerie halte. Oder ich solle doch gleich in den Emiraten bleiben. Naja wenn das mal so leicht währe.

       

       

      1. Blick ins Grüne Tag am Jebel Hafit Mounten im Emirat Fujairah ist eine Sehenswürdigkeit für sich
      2. Burj  al-Arab (Turm der Araber) ist nicht nur das Wahrzeichen von Dubai sondern des ganzen Landes
      3. Der Palast von Scheich Nahyan auf dem höchsten Berg der Emirate, dem Jebel Hafit Mounten, direkt an der Grenze zum Oman im Emirat Fujairah.
      4. Das unter den Kaskaden eines Wasserfalles versteckte Parkhaus der Emirates Towers in Dubai

      Aber ich hatte es ja bereits vorher in Deutschland gemerkt als ich den Kontakt per Mail zu Galerien in den Emiraten suchte. Viele Galerie waren begeistert von meinen Mosaikarbeiten aber sobald zur Sprache kam das ich von Deutschland aus arbeite und ich mich immer nur kurz im Winter in Dubai aufhalte sahen sie Schwierigkeiten wegen der Entfernung. Aber ich werde dran bleiben und einen deutschen Ansprechpartner in den Emiraten suchen zu dem ich Vertrauen haben kann und der für mich den Kontakt zu Kunden und Galerien hält.

      In einem fremden Land sollte man eben das machen was dort gewünscht und Gefragt ist. Ich weis das ist schwer mit seinem eigenen Prinzipien als Künstler zu brechen und es so zu machen wie ich. Also seine Fertigkeiten in das zu setzen was in einem anderem Land gefragt ist.

      Aber Freunde keine Angst, ihr wist ja das ich nicht nur der Orientalischen Ornamentik fröne sondern auch meine freien Arbeiten weiter betreibe.

      Und diese Jahr steht noch eine kleine Westafrikareise an um Impressionen und Eindrücke zu sammeln, last Euch überraschen.

      In meiner wenigen Freizeit habe ich auch drei besondere Leckerbissen erlebt und alle der Sieben Emirate bereist.

      Im Emirat Fujairah besuchten wir das Grüne Tal am Jäbal Hafit Mounten. Das ist ein Tal was künstlich bewässert wird und wirklich grüne Berghänge hat. In dem Tal gibt es heiße Quellen und Badehäuser (natürlich getrennt für Mann und Frau) hier ist eine richtige Oase der Erholung, man kann kostenlos zelten und alles kostet den Besucher keinen Pfennig. Anschließend fuhren wir 11 km einer Serpentinenstraße hinauf, bis auf 1240 Meter, auf den Jäbal Hafit Mounten um von einem großen Aussichtsplateau zum benachbarten Berggipfel zu schauen wo der Präsidentenpalast von Scheich Khalifa stand. Da war also der Palast von dem Mann den ich porträtiert hatte aber noch nie in Natur gesehen hatte.

       

       

      Die wunderbarsten Sande für meine Kunstwerke fand ich am Fossil Rock

      Schön war auch unser Ausflug zum Fossil Rock im Emirat Sharjah. Hier steht mitten in der Wüste ein Felsen bei dem man die unterschiedlichsten Fossilien findet und der davon zeugt das die Emirate vor der letzten Eiszeit von Wasser bedeckt waren. Das Sammeln von Fossilien ist hier streng verboten und ich habe das auch unterlassen. Ich war ja auch da weil es hier einen ganz besonderen Sand geben sollte. Und wurde wirklich fündig. Ein wunderschöner Sand aus Quarz- und Korallen was ja an sich nichts besonderes ist. Aber der Geheimtipp den ich bekam war das dieser Sand Glimmerhaltig ist. Glimmer sind winzige goldfarbene Körnchen die wie echtes Gold glänzen und durch den Wüstensand unglaublich glitzern. Der Innenarchitekt gab mir nämlich den Tipp diesen Sand auf dem Zweiten Präsidentenporträt als Hintergrund mit in das Bild zu integrieren. Nun ich habe mir einen schönen Vorrat mit nach Deutschland gebracht.

      Landschaftlich am schönsten fand ich es im Emirat Ras al Kheimah obwohl ich in der Kürze der Zeit nicht viel sehen konnte. Aber ich glaube es ist das Emirat wo alles noch am unberührtesten und alles noch im Aufbruch begriffen ist.

      Auch denke ich das es hier das meiste natürliche Grün gibt und auch mehr Oasen und Quellen.

      Hier ist stellenweise die Zeit ein bisschen stehen geblieben und ihr wist ja das ich eigentlich nicht der Mensch bin der sich in den Prachtstraßen von Dubai wohl fühlt, sondern eher die Natur und historische Geschichte eines Landes erleben will.

       

       

      1. Auch das ist Dubai.

          Nur ein paar Querstraßen hinter den Prachtstraßen von Jumeira .

          Einfache Behausungen der kleinen Leute.

       

      2. Wer gut zu Fuß ist und Dubai nicht gerade im Sommer besucht kann innerhalb von 5 Stunden entlang   

         der herrlichen Strandpromenade von Dubai  über Sharjah bis nach Ajman Emirate laufen.

      So liebe Kunstfreund ich muss aber langsam enden sonst schreibe ich noch in 14 Tagen aber da will ich ja noch mal runter in die Emirate und noch einen Auftrag erledigen. Wer mehr von mir aus den Emiraten lesen möchte dem Empfehle ich die 2. Ausgabe des diesjährigen Dubai Magazin da wird ein Artikel über mein Erstes Präsidentenporträt von Scheich Khalifa drin stehen. Und in der Septemberausgabe wird es einen dann einen längeren Bericht geben. Hauptsächlich wohl über meine Orientalischen Ornamente und Edelsteinbilder. Vielleicht auch über das Zweite Präsidentenporträt aus 375000 Steinchen. In dieser Ausgabe soll dann auch auf der beiliegenden DVD ein Filmbericht über mich sein.

      Ihr seht also liebe Kunstfreunde, es ist nicht alles Gold was glänzt und meine Reise war mit Hindernissen übersäht. Ihr wist ja auch das ich keinen Urlaub im Sinn hatte, sondern einen Arbeits- und Studienaufenthalt. Ich konnte wahrlich weiter hinter die Kulissen schauen als mir lieb war und habe nicht nur die Prachtstraßen von Dubai gesehen, sondern das wahre Leben. Aber was soll´s, viel Zeit und Kraft habe ich bereits hinein gesteckt und ich werde diesen Weg weiter gehen. Ich habe einen neuen Geschäftspartner gefunden und Hintergrundinformationen gewonnen.

      Ja, und das in einem Land das bei uns in Deutschland noch vor wenigen Jahren, abfällig als 3. Welt bezeichnet wurde.

      Dem ist wirklich nicht so. Viele Leute da sind kühle Rechner die dir nichts schenken und die wissen auch das ihr öl in 20 - 30 Jahren zur Neige geht.

      Und somit stampfen sie eben nur das beste aus dem Wüstensand um ihr Land voran zu bringen.

      So etwas wird es in Deutschland nie geben, weil sich hier jede unserer korrupten deutschen Partei selber sieht und sich sanieren will.

       

      Beste Grüße Ray

       

      Reisebericht 2007 Dubai