Dubai

      Eine Künstlerreise im Lande der Sieben Sande

      Reisebericht von Ray Kunzmann

      Sechs Stunden Flug. Ankunft in Dubai um 7.55 Uhr.

      Wir sollten abgeholt werden, also gleich erst einmal die Leute vom RAK 24 anrufen.

      Ja die Chefin des RAK Business Services, Frau Quirschfeld bestätigt es.

      Ein Mr. Tallal, Mitarbeitet im Organisationskomitee des AWAFI Festivals würde uns abholen. 

      Suchen musste ich nicht lange. Ein etwas zurück haltender Araber im weißem Gewand 

      der sich nicht so recht traute das Schild mit der Aufschrift Mr. Kunzmann zu zeigen.

      Nun zum Glück hatte ich in den letzten Wochen in Deutschland mein Englisch aufgebessert 

      und so glaube ich, das ihm ein Stein von Hertzen viel als ich mich zu erkennen gab.

      Das Auto war schnell gefunden und die 60 min Fahrt von Dubai nach RAK war die reinste 

      Erholung nach dem Sechsstündigen Flug, zumal die Emirates Rout nun bis nach RAK fertig 

      gestellt war und Mr. Tallal es sich nicht nehmen lies uns unterwegs einen kleinen Imbiss anzubieten.

      Während der Fahrt spielten sich die letzten Monate noch einmal vor mir ab.

      Noch vor 6 Monaten hatte ich noch nie etwas vom AWAFI Wüstenfestival  gehört.

      Alle begann als ich Anfang 2006 nach der Rückkehr von unserer Zweiten Dubaireise meinen

      Reisebericht für interessierte Künstler und die, die es werden wollen in verschiedene Künstler- und

      Reiseforen einstellte.

      Ja und so kam auch der Kontakt zu den Leuten von RAK 24 zustande.

      Wohl an die Hundert Mails gingen hin und zurück. Auch diese Leute hatten von meiner Kunstform 

      „The Art of the Small Stones“ noch nie etwas gehört. Aber sie waren von Anfang an fasziniert. 

      Denn meine Kunstform war, obwohl ich nun bereits zwei mal in Dubai meine Arbeiten zur Schau 

      gestellt hatte doch noch recht unbekannt. Aber irgendwie hatten sie wohl doch erfahren das ein 

      deutscher Künstler vor Jahresfrist ein 1,50 x 1,0 Meter großes Porträt von Scheich 

      Khalyfa bin Zayed al Nahyan aus 375.000 farbigen Steinchen erstellt hatte und selbiges 

      nun zum Zweiten male vor hatte.

      Überrascht wurde ich jedoch insofern das es die Leute vom RAK 24 erwirkten das ich als 

      einziger europäischer Künstler, durch den Initiator des AWAFI Wüstenfestivals 

      Scheich Ali bin Sultan Al Khatri nun hierher eingeladen wurde.

      In den Vorjahren bezogen sich die Festivalveranstaltungen hauptsächlich auf sportliche 

      Wettkämpfe wie Motorsport, Kamelrennen und Fußball. 2007 nun sollte das Festival 

      erstmals auch Kulturelle Höhepunkte beinhalten.

       

       

      Scheich Ali bin Sultan Al Khatri, der Initiator des AWAFI Wüstenfestivals

       

      AWAFI Rennstrecke des RAK Rcing Club aus dem Hubschrauber Scheich Alis fotografiert

       

      Ein besonderer Höhepunkt war die offizielle Eröffnungsfeierlichkeit im RAK Kulturzentrum, 

      die Ränge im Kulturzentrum von RAK waren bis auf dem letzten Platz gefüllt.

      Die Bühnenshow war ein kulturelles Spektakel der Extraklasse aus Tanz, Musik, Licht und Farben.

      Die Bühnenshow war ein Feuerwerk aus Tanz, Musik, Schwertkämpfen und Tanz

       

       

      Das Warten in den Hotellobbys wurde für uns manchmal zur Geduldsprobe

       

      Neben Scheich Ali bin Sultan Al Khatri der das Festival vor einigen Jahren ins Leben

      gerufen hat ist, wurde zwischenzeitlich auch Scheich Mohamed bin Kaied Al Quasimi,

      der Vizeminister des RAK Economy Departments die organisatorische leitende Hand des

      Festivals geworden.

      Und ich tat gut daran für diese beiden Herren vor meiner Abreise Gastgeschenke, in Form von

      Porträts aus Wüstensanden, zu fertigen.

       

    • Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi                

    • Vizeminister des Economy Departments                                                                                                                     

      Das moderne RAK

      Kultur und  Ausstellungszentrum           

       

       

       Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi selbst und einigen seiner Mitarbeitern

      aus dem  Economy Department,  es war einfach bewundernswert 

      wie es Mr. Quais Ramadan vom RAK Business Services organisierte, das

      Scheich Mohamed  für mich Zeit hatte. 

       

      Und überhaupt ohne Mr. Quais Ramadan und Frau Jasmin Quirschfeld von RAK 24

      wäre ich  mit meinem schlechten Englisch wohl nicht weit gekommen. 

      Aber Scheich Mohamed war äußerst interessiert und geduldig, auch wenn viele Phasen 

      unseres Gespräches zuerst ins englische und danach ins arabische übersetzt wurden.

      Auf seine Frage warum ein deutscher Künstler sich für das noch im Aufschwung begriffene 

      RAK interessiert und nicht in die glitzernde Metropole Dubai geht. Konnte ich entgegnen 

      das es doch keinen Grund gebe warum sich Kunst und Kultur nur in Dubai abspielen sollte. 

      Im weiterem gefiel mir in RAK wirklich die noch großteils unberührte Natur, die Ursprünglichkeit 

      und vor allem die Nähe zu den Gebirgszügen im Osten an den Grenzen des Oman, 

      wo es nachweislich die meisten kulturhistorischen Ausgrabungsstätten in den Emiraten

      gibt,  die ich teilweise bereits bei meiner Reise im Vorjahr kennen gelernt hatte.

       

       

       

      Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Qasimi 

       

      Gespräche mit Scheich Mohamed über meine Pläne und

      Ambitionen in den UAE

       

      Zu einem ersten Treffen mit meinem Gastgeber Scheich Ali bin Sultan Al Khatri kam 

      es auf dem AWAFI Festivalgelände etwa einen Km vor RAK mitten in der Wüste.

      Hier waren für Künstlerische Präsentationen vielfältige Ausstellungszelte in einem besonderen 

      Areal platziert.

      In und vor unserm Zelt hatten wir unsere vielfältigen Ausstellungsstücke, 

      wie Orientalische Ornamente, Sandgrafiken, eine Edelsteininstallation und das Zweite

      Großporträt von Präsident Scheich Khalyfa bin Zayed al Nahyan platziert.

      Im Vorfeld der Kunstpräsentation fertigte ich auf Empfehlung von Frau Jasmin Quirschfeld, 

      Chefin des RAK Business  Services eine limitierte Auflage von 1000 Stück 

      handsignierter Postkarten mit dem Abbild meines zweiten Großporträts von Präsident Khalyfa. 

      Und da der erläuternde Text auf der Rückseite in englisch und arabisch war, 

      wurden diese Karten zu begehrten Sammlerstücken.

      Das erste Treffen mit Scheich Ali nutzte ich um mein Gastgeschenk an ihn zu übergeben.

      Noch wusste ich nicht das ich wenige Tage später von Scheich Ali als Danksagung 

      für meine Aktivitäten einen goldenen arabischen Krummdolch mit persönlicher Widmung

      erhallten sollte.

       

       

      Jugendliche Araber umringen zumeist Nachts unser Zelt

      In der Wüste vor der Stadt RAK

       

         

      Übergabe des aus Wüstensand gefertigten Porträts von

      Scheich Ali an diesen.

      Im Gegenzug bekomme ich einen goldenen

      Arabischen Krummdolch geschenkt

       

       

       

      Unsere limitierte Auflage von 1000

      Nummerierten und signierten Karten mit dem Porträt des

      Präsidenten der Emirate

      Scheich Khalyfa bin Zayed Al Nahyan

      Wurden zum begehrten Sammlerobjekt

      Zumal sie in Englisch und Arabisch geschrieben waren

       

      Die Familie Scheich Alis und dessen Vater Scheich Sultan Al Khatri lernte

      ich wenige Tage später kennen als ich und die Leute vom RAK Business Services,

      seine Einladung zu einem  Dinner im privaten Anwesen der Familie wahrnahmen.

      Dies war wirklich etwas sehr außergewöhnliches, da es die Mentalität der Araber

      nur selten  zuläst das Außenstehenden Einblick in privaten Anwesen gewährt wird.

      Auf weichen Teppichen und Kissen sitzend saßen wir um einen riesigen Teppich der

      mit den feinsten Gerichten aus Tausendundeiner Nacht gedeckt war.

      Während für uns auch Speisen auf den Teppich kamen, die man in anderer Form, 

      wie z.B. Huhn und Ei auch aus Europa kannte, war der Großteil der Gerichte rein

      arabische Leckerbissen und wir wurden

      wieder und wieder aufgefordert von allen zu kosten.

      Bei der Vielzahl der Gerichte war dies uns kaum möglich, 

      aber noch wussten wir ja auch nicht das dieses Dinner bis tief in die Nacht gehen sollte

      und alle  Zeit der Welt zum Essen war.

      Während Scheich Sultan Al Khatri als Familienoberhaupt ein Lagerfeuer entfachte,

      entlockten seine Söhne aus seltsam anmutenden, uralten Musikinstrumenten die

      unterschiedlichsten Töne, die unseren europäischen Ohren anfänglich sehr ungewohnt

      waren. 

      Aber für unsere Gastgeber war diese Musik Lebensinhalt und der Rhythmus bezauberte sie. 

      Als die Stimmung auf dem Höhepunkt war wurde ich aufgefordert selbst ein derartiges Instrument 

      in die Hand zu nehmen. Aber so seltsam wie die arabische Musik auch klingen mag ich vermochte 

      es nicht auch nur einen einzigen ähnlichen Ton daraus zu entlocken..

      In dieser Nacht präsentierte uns Scheich Ali auch seinen ganzen Stolz, seine Falken. 

      Es sind einfach wunderbare Vögel die es zwar auch in der freien Natur in Europa gibt, 

      aber in Ihrer Pracht kann man nur beschreiben wenn man Ihnen direkt in die glasklaren

      Augen sehen kann.

      Die Nacht auf dem Anwesen von Scheich Ali nutzte ich auch um meinen Gastgeber 

      zu mir nach Deutschland einzuladen.

      Neben mir Scheich Sultan al Khatri  und Scheich Ali, meine Frau und
      Frau Jasmin Quirschfeld von RAK 24

      Beim Besuch der Familie al Khatri

       

      Während des Festivals hatte ich auch Gelegenheit andere Ausstellungszelte zu besuchen.

      So traf ich auch auf Mr. Abdulla Alwan, Minister im Landwirtschaftsministerium von RAK

      Er präsentierte uns anhand von historische Ausstellungsstücken die Historie der Landwirtschaft

      von RAK anhand von Modellen urtümlicher Behausungen der Berg und Wüstenstämme, aus Zeiten

      in denen die Landwirtschaft noch eine bedeutende  Rolle in den Emiraten gespielt hatte. Bereits auf

      unserer Reise im Vorjahr hatten wir ausgeklügelte Bewässerungssysteme kennen gelernt die das

      kostbare Nass von den Quellen im Gebirge über viele Km bis zu den Feldern im Tal führte.

      Er zeigte uns absonderliche Landwirtschaftliche Geräte und Zubehör was seine Form über

      Jahrhunderte nicht verändert hat und noch vor 50 Jahren bei den Berg- und Wüstenstämmen

      im Einsatz war.

       

       

      Im Gespräch mit dem Landwirtschaftsminister 

      von RAK Mr. Abdulla Alwan und die Vorführung alter 

      landwirtschaftlicher Geräte

       

      Das Hayar Gebirge

      an der Grenze zum Oman und dessen Ausläufer sind die Heimat von Mr. Ali Mansouri.

      Er lud uns ein die Historischen Stätten des Kastells Dhaya Fort und sein im Bau befindliches

      Hotel gleichen Namens zu besichtigen.

      Das alte Kastel Dhaya Fort wurde auf dem Gipfel eines Ausläufers des Hayar Gebirgs von den

      Persern gebaut damit diese die Handelswege von den reichen Kupfermienen im Hayar Gebirge

      zur Straße von Hormutz im nördlichsten Zipfel der Emirate, die nur eine Autostunde entfernt ist,

      zu beschützen.

      Die Perser schürften damals die reichen Kupfervorkommen im Gebirge aus und mussten sich

      der immer mehr erstarkenden arabischen Beduinenstämme erwähren.

      Im Schatten zwischen dem gewaltigem Hayar Gebirge und dem Ausläufer auf dem das Dhaya Fort

      thront  liegt das im Bau befindliche Hotel Dhaya Fort von Mr. Ali Mansouri, inmitten eines gewaltigen

      Haines von Dattelpalmen entsteht z.Z. das kleine Hotel in Form eines Sultanspalastes.

      Mit Ali Mansouri führten wir erläuternde Gespräche über zukünftige Gestaltungstechnische

      Möglichkeiten der „Art of the Small Stones“ und eventuelle Kunstpräsentationen für ein

      internationales Klientel von Hotelgästen.

      An seinem Pool, unter Palmen sitzend erzählte er uns die Geschichte des Forts ehe wir

      unter seiner Führung die beschwerliche Tour zum Gipfel unternahmen.

      Vorher gab es gegen das Durstgefühl noch winzige Tässchen Arabischen Cafes,

      an dessen seltsamen Geschmack ich mich wohl nie gewöhnen werde.

      Wir waren längst außer Atem, nur er, der mit Ruhe Kletternde erzählte unterdessen

      on mehrtägigen Bergtouren die er als über 60 Jähriger noch heute unternimmt um zu

      verborgenen Wasserfällen und alten Kupfermienen zu kommen.

      Überhaupt zeigte er uns im Gebirge viele schöne verborgene Winkel die kein normaler Tourist erreicht.

      Hätte ich es nicht gesehen würde ich jeden anderen der Lüge bezichtigen das es in diesem, im Sommer

      unglaublich heißem Gebirge Wasserfälle und grüne Flecken gibt.

      Und ich meine nicht das sterile gezüchtete Grün wie es  in den Hotelanlagen angelegt ist.

      Hier aus den Gebirgszügen an der Grenze zum Oman kommt ja auch der größte Teil des

      Trinkwassers in den gesamten Emiraten.

      Es war wirklich erfrischend an so einem Wasserfall den Durst zu stillen, einfach etwas wunderbares,

      nicht wie das dumpfe entsalzte Meerwasser wie es in Dubai zu bekommen ist.

      Hier im Gebirge sah ich wie schon bei meiner Reise im Jahre 2005 schon, sogar noch alte künstlich

      angelegte Kanäle die das kostbare Nass in mit Steinplatten ausgelegten Gräben, zu den damaligen

      häufig über 10 km entfernten Feldern leitete. Ja noch vor Fünfzig Jahren gab es viel Ackerbau und

      Viehzucht in den Fruchtbaren Ebenen, die aber heute alle nicht mehr bewirtschaftet werden und versteppt sind.

      Wie schon 2005 sahen wir die Reste von alten Bergdörfern, Kupfermienen und Pfaden wo Jahrhunderte vor

      unseren Besuch wohl noch ein reges Leben herschte.

      Das alte Kastell Dhaya Fort, um dies  auch noch zu erklären wurde obwohl es auf dem Gipfel eines Berges

      steht, vollkommen aus Korallenbrocken und Lehm gebaut. Die Anlage ist sehr gut restauriert und wird wohl

      auch in Zukunft zu einem Anziehungspunkt werden.

      Und wenn man von oben ins Tal blickt sieht man eine zweite Historische Anlage. Hier am Fuß des Berges

      war die Befestigung  in der die Soldaten und Reiter untergebracht waren, die, sobald vom oberen Fort der

      Befehl kam, losritten um gesichtete Beduinenhorden zu verfolgen.

       

      Wunderbare Aussicht vom Gebirge bis hin

      zum Persischen Golf vom Kastell Dhaya Fort aus

       

      Hayar Gebirge

      Hayar Gebirge

       

      Ruinen alter Befestigungsanlagen am Fuße des Hayar Gebirges

      Noch ein Blick vom Hotel zum Kastell gleichen Namens

                               

      Wieder am Fuße des Hayar Gebirges

      Die Kulturhistorische Stätte Jazeerah Island, die sogenannte Bluthalbinsel 

      besuchten wir unter Führung von Scheich Ali bin Sultan Al Khatri.

      Ali führte uns durch die verlassenen Stadt Jazeerah direkt an der Küste der Persischen Golfes. 

      Diese Ruinenstadt ist direkt der Hauptstadt Ras Al Khaima vorgelagert und wurde 

      Jahrhunderte lang umkämpft. Zuerst kämpften die Perser gegen die damaligen 

      Araber die den gesamten Persischen Golf unter der grünen Piratenflagge, durchstreiften. 

       

      Als die Perser schließlich den Kampf aufgaben teilten die herrschenden 

      Scheichs von Ras Al Khaima das Territorium des Landes unter sich neu auf. 

      Drei große Scheichfamilien kamen ab dem 17. Jahrhundert überein das eine Fam. 

      Ihr Stammesgebiet von nun an im Hayar Gebirge hat. 

      Eine Fam. machte sich die Küste zu eigen und eine weiter die Gegend 

      um die große Oase Halawi in der Wüste.

      Die Stadt und Halbinsel Jazeerah Island wurde zum Niemandsland erklärt 

      und die niederen Bevölkerung die seit Jahrhunderten hier wohnten, mit blutigen Kämpfen vertrieben.

      Aber wo sollten die einfachen Händler, Perlenfischer, Bootsbauer und Beduinen hin da die großen

      Scheichs das Land unter sich aufgeteilt hatten.

      So kehrte viele heimlich wieder nach Jazeerah zurück und waren der Gnade der Herrscherfamilien ausgesetzt.

      Schließlich kam es doch zu Streitigkeiten zwischen den 3 großen Familien weil jeder insgeheim das

      Territorium für sich beanspruchte und von den Bewohnern einen Obolus 

      verlangt damit sie in ihrer alten Stadt leben durften.

      Bis es schließlich zur Vereinigung der Sieben Scheichtümer zu den 

      Vereinigten Arabischen Emiraten kam.

      Heute aber ist Jazeera Island verlassen.

      Es war wirklich ein besonderes Erlebnis von einem Scheich als Reiseführer derartiges 

      zu erfahren auch wenn es über 2 Dolmetscher erst in Englisch und dann in Deutsch 

      übersetzt wurde.  

      Überall in der gesamten Ruinenstadt, mit seinen aus Korallen gebauten Häusern, 

      sieht man das diese Stätte nicht touristisch genutzt wird und man findet historische 

      Gegenstände aus allen Jahrhunderten. Ein einziges Gebäude der Stadt, ein alter 

      Persischer Wachturm wurde rekonstruiert weil dieser Turm das Wahrzeichen von 

      Ras Al Khaima ist. Hier zwischen den historischen Gebäuden auf Jazeerah Island 

      ging ich auf  Motivsuche für meine neueste Kunstform die „Sandgrafik“ 

      in der ich hauptsächlich 

      die Historie der Emirate wiederspiegeln möchte. Ich fand verlassene historische 

      Gebäude der kleinen Leute, alte Brunnenanlagen, Reste von Bewässerungssystemen, 

      ehemalige Kaimauern und ein altes Kastell auf dem noch die Reste eines Windturmes thronten.

       

      Wahrzeichen RAR

      Wahrzeichen RAR 

      Wachturm Wahrzeichen von RAR, 

      auf Jazeerah Island und Aufstieg in diese 

       

      Reste alter Befestigungen und Blick 

      über die Ruinenstadt Jazeerah Island

       

      Altes Fort mit Windturm auf Jazeerah Island

      Historisches Mauerwerk aus Korallen und Lehm  

      Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Quasimi und seinen Mitarbeitern 

      trafen wir uns mit Unterstützung von RAK24  zu Gesprächen bezüglich der 

      Großformatigen Kunstwerke „Arabischer Reiter“ (Edelsteininstallation) und dem 

      „Großporträt von Präsident Khalyfa“. Diese beiden Kunstwerke sind nun 

      zwischenzeitlich im Economy Department von RAK platziert.

       

      Mit Scheich Mohamed bin Kaied Al Quasimi

      und seinen Mitarbeitern aus dem Economy Department

      bei einem Fototermin für die Arabische Presse

       

      Unterstützend für uns war auch wieder einmal RAK 24 tätig als Gespräche 

      und Treffen mit Scheich Tareq Al Quasimi angebahnt wurden.

      Scheich Tareq Al Quasimi ist Geschäftsführer des immensen Bauprojektes 

      Yasmin Village in RAK. An den Grenzen der Stadt zu den Ausläufern des 

      Hayar Gebirges hin sollen in nicht allzu weiter Zukunft moderne Villensiedlungen 

      entstehen die nicht nur ein rein arabisches Ambiente, sondern auch durchaus 

      europäische Baustiele beinhalten. Scheich Tareq Al Quasimi zeigte sich 

      urchaus interessiert einige Kunstwerke in Auftrag zu geben um öffentliche Einrichtungen 

      von Yasmin Village stielvoll zu gestallten.

       

      Ähnlich positiv verliefen Gespräche mit Mr. Taleb Habsi einem einflussreichen 

      und zukunftsorientierten Geschäftsmann aus RAK der ebenfalls ein Bauprojekt 

      in den Startlöchern hat und bereits jetzt daran denkt es stielvoll und 

      künstlerisch auszudekorieren.

      Gespräche mit Mr. Mohamed Geschäftsmann in RAK 

      Frau Anne Becker, die Marketing Managerin des 

      CEDAR Jebel Ali international Hospitals in Dubai lernte ich in Ausübung ihrer Tätigkeit als

      Herausgeberin des Deutsch / Englischen Magazins DISCOVER ME kennen.

      Auch Sie war überrascht das ein Deutscher Künstler zum AWAFI Wüstenfestival 

      von Scheich Ali bin Sultan Al Khatri eingeladen wurde.

      Aber nachdem sie meine Kunstform „The Art of the Small Stones“ mit der ich 

      bis zu 30 winzige Gesteinskörner auf einen Quadratzentimeter, mosaikartig zu 

      Orientalischen Ornamenten und Landschaftlichen Darstellungen zusammen 

      füge gesehen hatte, war ihr es klar was meinen Gastgeber zu seiner Einladung veranlasst hatte.

      Schnell war der Kontrakt geschlossen eine Kunstpräsentation für das Jebel Ali Hospital in Dubai

      zusammen zu stellen. Und zwischenzeitlich ist das Jebel Ali Hospital 

      um Sechs Kunstwerken von Orientalischen Ornamenten, zusammengefügt 

      aus winzigen Steinen, reicher.

      Jebel Ali Hospital in Dubai

       

      Nicht vergessen möchte ich hier auch das wir von Mr.Ali Bin Darwish zu einem 

      Besuch in sein Privatmuseum eingeladen waren und wir auch für ihn im privaten 

      Rahmen unsere Kunstwerke präsentierten. Er war auf dem AWAFI Festivalgelände 

      fast täglicher Gast unseres Ausstellungszeltes und wahrlich fasziniert von den  

      Möglichkeiten die meine Kunstform „The Art of the Small Stones“ boten. 

      Auch von den Möglichkeiten aus den unterschiedlichsten Wüstensanden 

      Kunstwerke mit historischen Szenen, wie Perlenfischerei, Beduinenleben, 

      Falkenreiter, oder Handelskarawanen darzustellen war er begeistert. 

       

      Worauf es spontan zu der Einladung in sein Anwesen kam.

      Scheich Ali Bin Darwish ist ehemaliger Polizeioffizier aus den Zeiten in den 

      Vereinigten Arabischen Emirate als diese noch sieben einzelne Scheichtümer waren.

      Mit der Geschichte des Landes auf beste vertraut hat er eine riesige Sammlung 

      kulturhistorischer und archäologischer Zeugnisse aus der Geschichte der heutigen

      Emirate zusammen getragen.  

      Besonders viele historische Zeugnisse fand er in alten Siedlungen in den 

      Ausläufern des Hayar Gebirges an der Grenze zu Oman. Wie auch ich auf meinen 

      festgestellt hatte sind die Gebirgsregionen noch nicht touristisch erschlossen und 

      viele historische Stätten wurden auch von Archäologen noch nicht erschlossen 

      da sich die Emirate noch nicht so richtig auf ihre Geschichte besonnen haben.

      Im Anwesen von Ali Bin Drawish kann man eine Reise durch Jahrhunderte unternehmen.

      Ob es um Perlenfischerei oder Kupferbergbau, um das Beduinenleben der

      Wüstenstämme  oder um Piraterie unter grünen Piratenflagge geht. Zu allem hat sein

      Privatmuseum etwas zu bieten. Alte persische Münzen oder Vorderladerkanonen.

      Uralte Korane, deren Seiten beim berühren fast zerfallen oder historischer Goldschmuck

      sind ebenso vorhanden wie Waffen der Beduinenstämme und der ehemaligen Kolonialherren.

      Es war ein schöner Besuch bei dem wir wieder sehr viel über die Geschichte lernen

      konnten und bei dem obligatorischen arabischen Kaffe verging die Zeit wie im Flug

      Zum Abschluss hatten wir noch die Ehre uns in sein Gästebuch eintragen zu dürfen.

       

       

       

      Kunstpräsentation für Mr.Ali bin Darwish in dessen

      Privatmuseum in RAK

       

       

      Eintrag ins Gästebuch

      Ali bin Darwish präsentiert uns historische Waffen

       

       

      Ein 300 Jahre alter Koran

      Ton- Bronze- Kupfer und Zinngeschirr          

       

      Eine 200 Jahre alte Schaukel aus einem Sultanspalast

      Noch heute schlafen einige Wüstenstämme in den                

      warmen Sommernächten auf derartigen                

      Schlafgestellen  wo ganze Familien, natürlich Frau 

      und Mann getrennt, Platz finden. Darunter wurden in

      Tonkrügen Vorräte  gelagert.

      Sogar alte Vorderladerkanonen sind bei Ali bin Darwish zu finden

      Bildmitte Frau Anne Susan Becker Managerin des Jebel Ali Hospitals in 

      Dubai mit einem  deutschen Fernsehteam was über das AWAFI Festival

      berichtete.

      Leider erst nach unserer Abreise besuchte auch der Arabische Fernsehsender 

      Abu Dhabi TV die Ausstellung auf dem AWAFI Gelände. Nun obwohl wir nicht mehr vor 

      Ort waren, haben wir doch unsere Ausstellungsstücke in guten Händen gewusst da die 

      Mitarbeiter von RAK 24 unsere Interessen in den Emiraten vertreten.

       

       

      RAK 24 im Gespräch mit arabischen Presse- und Fernsehberichterstattern

      Abschließend kann ich hier noch berichten das wir die Zeit natürlich auch nutzte, 

      um wieder die unterschiedlichsten Wüstensande zu sammeln die es ja in Hülle und Fülle gibt.

      Und das Sand nicht gleich Sand ist sagt schon der Volkstümliche Name der 

      Sieben Vereinigten Arabischen Emirate. „Das Land der Sieben Sande“

      Und eben diese Sande verwende ich nun in Kombination mit Sanden von der gesamten 

      Arabischen Halbinsel und Afrika um immer neue Kunstwerke aus Sand und Gestein 

      zu kreieren.

       

       

       

       

       

      Beim Sammeln der unterschiedlichsten Wüstensande 

      für neue Kunstwerke die erneut arabische Kultur und Historie 

      wiederspiegeln werden.

       

      Und nun nur 3 Monate nach unserer Rückkehr sind bereits

      wieder neue Kunstwerke aus Gestein und Wüstensand entstanden.

       

      Ich hoffe mein kleiner Reisebericht hat ihnen geholfen einen kleinen Einblick 

      in die Historie und das Land selbst zu bekommen.

      Vielfältige meiner Kunstwerke finden Sie auf meiner Webseite. 

      In Deutsch www.Rays-ART.de

      Bei speziellen Fragen zu meiner "Kunst der Kleinen Steine" 

      Bestellung meines Kunstkataloges, zu Land und Leuten oder zur 

      Historie des Landes können Sie mich auch gerne kontaktieren: 

      Ray.Kunzmann(at)t-online.de

       

       

      Ray Kunzmann