per email vom 10.02.2008
Berit Ullmann, Programm Farming, seit Januar 2008 in Kentucky/ USA
Frau Ullmann arbeitet direkt nach ihrem Studium der Veterinärmedizin in einer Pferdeklinik in den USA, um praktische Erfahrungen im Bereich der Pferdemedizin zu sammeln.
hI! Also die ersten beiden xTagex der Nachschicht sind überstanden und beide in der ICU (intensive care unit) mit außschließlich Stuten und Fohlen J Es ist dauernd etwas zu tun und eigentlich nie Pause, macht aber super Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug. (Allerdings weiß ich noch nicht wie das alles schaffbar sein soll, wenn dann die Hochsaison anfängt und alle Ställe belegt sind (momentan sind noch 5 frei, und wenn die Iso station voll ist werden uns auch noch ein paar Leute abgezogenx)) Es ist allerdings auch sehr anstrengend. Momentan kämpf ich noch ein wenig damit dann aufzustehen wenn andere ins Bett gehen und am Tag zu schlafen, aber das wird sich denk ich bald legen (bin jetzt ja auch wieder näher an meienr xnatürlichenx inneren Uhr ;-)) Und ich werd ab jetzt (bzw. ab morgen) mit einer dieser super sexy Augenmasken schlafen, damits auch dnukel ist ;-)
Mein einer Patient (Fohlen) wird leider immer schwächer, ich hoffe dass ich den kleinen morgen wiederseh auch wennxs echt anstrengend ist ihm jede Stunde aufzustellen und zum Euter zu führen und ihn dann wieder hinzulegen und so. Wird also den kraftraum hier ordentlich nutzen ;-) Die gesamten Leute in der Nachschicht von gestern und heute sind super, müssen uns allerdings noch häufig helfen (zeigen wo was steht und so) und die sind suuuuuuuuuuuuuper schnell J Ich hoffe mal die Leute von der wochenendnachtschicht sind ebenso nett.
Internet habe ich jetzt leider nur noch im Fitnessraum, weil das Mädel dessen Internet wir angezapft hatten am WE ausgezogen ist (auf eine Farm *neid* ganz nah bei Hagyards)x
Ich werd jetzt auch erst mal ein wenig meine noch nicht vorhandenen Muckis trainieren und dann vielleicht demnächst auch mal ein paar Bildchen senden J
LG Berit
per email vom 14.01.2010
Michaela Schulz, Programm Pferd, seit Juli 2009 in Kentucky/ USA
Frau Schulz hat sich direkt nach ihrem Studium der Pferdewissenschaften erfolgreich für ein bezahltes Praktikum in der Vollblutzucht in Kentucky/USA beworben, um hier mehr praktische Erfahrungen im Bereich der Pferdezucht zu sammeln. Ihr Praktikum hat sie so gut absolviert, daß Sie nun über eine Visumverlängerung einen Arbeitsvertrag als Yearlingsmanager bekommen hat.
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Michaela Schulz
Eher durch Zufall bin ich auf auslandserfahrungen.de gestoßen. Angetrieben durch eine Art Fernweh habe ich mich im Internet auf die Suche nach Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten gemacht mit dem Ziel Amerika und wenn möglich natürlich im „pferdischen“ Arbeitsbereich. Kurz und gut ich fand die Homepage, trat in Kontakt mit Sebastian Mittelbach und so kam alles (reibungslos) ins Rollen.
Am 10. Juli ’09 saß ich mit gepackten Koffern im Flugzeug. Nach einem nahezu 24h Reisetag wurde ich von meiner zukünftigen Farmmanagerin am Flughafen empfangen. Der erste Schritt durch die Tür in die Weite von Kentucky war ein regelrechter Schock: es war, als wäre ich gegen eine Wand gelaufen eine unwahrscheinliche Wärme und eine ebenso extreme Luftfeuchtigkeit erwarteten mich außerhalb des klimatisierten Flughafens.
Zusammen mit 3 weiteren Mädels (eine Angestellte und 2 KEMI-Teilnehmerinnen) wohne ich in einem Haus auf der Farm. Hier gibt es alles, was man zum Leben braucht: Waschmaschine, Trockner, Internet und nicht zu unterschätzen: eine Klimaanlage. Die Farm ist ziemlich groß und in verschiedene Divisionen aufgeteilt ich gehöre ab sofort der Jährlings-Division an. Alles befindet sich mitten in den Vorbereitungen für die Keeneland September Auktion, zu der über 30 unserer Jährlinge gehen sollen. Schon bald wurde mein Aufgabengebiet immer umfangreicher. Neben den grundsätzlichen Arbeiten wie Füttern, Misten, Medikamente, Bandagen etc. wurde ich auch zum Handpferdereiten eingeteilt, wobei mir die Junghengste zugeteilt wurden was sich zeitweise doch als sehr interessant herausstellte.
Hier auch ein großes Dankeschön an den Chef der Farm, mit dem man herrlich über alle möglichen Themen diskutieren kann und der uns auch mit Extraaufgaben betraute, die eigentlich nicht in den Aufgabenbereich eines Interns gehörten.
Der „theoretische“ Teil wurde mit einer fünftägigen sogenannten Orientierungswoche begonnen. Mit einem Kentucky-Tours-Bus ging es von einer Station zur nächsten, von denen soviele wie möglich in den wenigen Tagen eingeplant waren. Unter anderem besuchten wir verschiedene Farmen, Kliniken und Rennbahnen, die Keeneland Bibliothek eine Bibliothek nur rund ums Vollblutpferd und Pferderennen und einige Stationen mehr.
Nach dieser Woche trafen sich alle KEMIs jeden Dienstag an der Universität von Kentucky zur wöchentlichen Lektion die sich, wie das an jeder Uni der Fall ist, mal als mehr und auch mal als weniger interessant herausstellte. Natürlich begnügt sich das Programm nicht mit unserem bloßen Aufenthalt an der Uni. In regelmäßigen Abständen mussten Aufsätze zu verschiedenen Themenbereichen geschrieben werden, die gleich zu Beginn mit Abgabedatum bekannt gegeben wurden. Die Ermahnung, möglichst rechtzeitig mit dem Schreiben zu beginnen was mir auch von einer mittlerweile guten Freundin, die an diesem Programm vor einigen Jahren teilgenommen hat, ans Herz gelegt worden ist, blieben relativ fruchtlos. So sehr wir uns alle auch bemühten, irgendwie gab es einfach nie die Zeit... Und so kam es eine Nacht vor Abgabefrist regelmäßig zu Überstunden am Laptop. Über den gesamten Zeitraum des Programms mussten wir ebenfalls ein Portfolio anfertigen, das mit in die Bewertung einging.
Interessant und mit sehr gutem Essen fand einmal im Monat das Kentucky Thoroughbred Farm Managers Meeting statt, zu dem wir als KEMIs immer eingeladen waren.
Alles in allem muss ich sagen, dass diese Zeit hier in Kentucky ein sehr interessanter Abschnitt war (und noch immer ist, da ich einen Job als Yearlings Manager angeboten bekommen habe), die ich auf gar keinen Fall missen wollen würde.
Michalea Schulz, Kentucky, Januar 2010
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